25. Juni

Hab die letzten Tage im Bastelwahn verbracht und bin gar nicht richtig dazu gekommen, Fotos zu machen … hier ist es auch jetzt wieder sehr trocken, also Baustelle –> extralange Gießrunde –> und dann wird’s auch schon dunkel.

Aber heute hab ich dran gedacht! Hier also wieder Blümchen- und Gemüserundschau; die Stockrosen haben angefangen zu blühen:

Die kleine Melone im Tomatenhäuschen ist gar nicht mehr so klein; ich hab ihr mal das ehemalige Rankgitter von der Hüttenwand (wo jetzt die Leiter hängt) hingestellt, falls sie klettern möchte, das passt da praktischerweise genau rein:

Die Tomaten wirken auch alle ganz happy, wachsen und blühen; hier die eine Ruthje (dahinter die große Yellow Ruffled):

Und die Aubergine in der Wildnis neben der Hütte hat sich auch eingelebt, hinten oben erkennt man die erste Blütenknospe:

Die Spargelerbsen sind in die Gänge gekommen:

Die eingetopften Kerbelrüben sehen inzwischen etwas weniger mickrig aus:

Und die Zucchini überwuchern langsam die Kürbisse (ich hatte mir das eigentlich umgekehrt gedacht, aber die Kürbisse können ja auch woandershin ranken):

Der in der Mitte (Cocozelle) hat auch schon die ersten weiblichen Knospen:

Und die erste rote Bete hab ich dann mal mitgenommen, die Bohnen da in dem Beet freuen sich bestimmt über etwas mehr Platz:

Die letzte Rhabarberernte hab ich pünktlich am 24. absolviert, außerdem die zweite und letzte Runde Ackerbohnen geerntet – jetzt stehen nur noch zwei Pflanzen in dem Beet, von denen ich gern das Saatgut hätte. Also freie Bahn für die Süßkartoffeln; hoffe mal, sie nutzen ihre Chance.

Bastelcontent, Stand von Montag, da hatte ich grade die zweite Einschlag­hülse halb drin und die erste Sitz­fläche zusammen­ge­schraubt:

Inzwischen hab ich auch die dritte Einschlaghülse von ihrem gammeligen Pfostenrest befreit, die zweite fertig reingehauen, die ersten beiden Pfosten zurechtgeschnitzt, und die zweite Sitzfläche ist auch fertig – bei der Querverbindung auf der kurzen Seite hab ich nochmal umdisponiert (einfach Brett dranschrauben sah mir dann zu klotzig aus) und doch nochmal ein paar Präzisionsteile zurechtgesägt:

Die Sitzfläche hat ja ein leichtes Gefälle nach außen, also sind dann auch die Querverbindungen gaaaanz leicht un-rechtwinklig … hat dann aber gut funktioniert so. Das sollte jetzt auf jeden Fall stabil genug sein; ich hatte nur noch 18-cm-Schrauben, also sind da jetzt fünf 18-cm-Schrauben drin.

Nachdem ich an dem ersten Pfosten ewig und drei Tage rumgeschnitzt hatte, hab ich mir für den zweiten dann folgendes Verfahren aus­gedacht, um die untere Aussparung ein wenig schneller hinzukriegen – die Pfostenhülsen sind ja nie ganz grade, das muss/kann man dann wieder hinbiegen, indem man das untere Ende genauso schief macht wie die Hülse, so dass der Pfosten am Ende grade sitzt …

1. Pfosten auf die Hülse stellen und ausrichten, Außenkonturen der Einschlaghülse auf die Unterseite malen, ungefähre Innenmaße auf zwei gegenüberliegende Seiten übertragen (es müssen 7cm dabei rauskommen in diesem Fall, das erleichtert das Raten – und die Hülse war zerdengelt, drum ist das Draufgemalte eben auch krumm und schief) und dann ein paar Mal genau bis zu den Linien waagerecht einsägen:

2. Zeugs wegstemmen; das geht dann sehr einfach, sind ja nur kurze Stücke – an den Sägekanten sieht man außerdem sehr gut, wo wie viel schon weg ist:

3. Dann das Gleiche nochmal mit den beiden anderen Seiten:

Wunderschön muss es eh nicht sein, sieht ja keiner … nur halt möglichst genau in die Hülsen passen. Bißchen dran rumfitzeln bleibt einem eh nicht erspart, aber so geht das Gröbste auf jeden Fall viel schneller, als wenn man alles mit dem Stechbeitel macht (in Längsrichtung sägen ginge zwar vermutlich auch, aber das ist halt auch recht langwierig …).

Ein paar andere Sachen hab ich (abgesehen von ausführlichem Gießen) auch noch noch erledigt: die ganzen Bohnen und die restlichen kleinen Pastinaken ausgepflanzt, außerdem die kleine Gurke und die zweite Melone – ich bin jetzt nämlich eingeknickt und hab mir Schneckenkorn besorgt (das gute, das auch für Ökolandbau zugelassen ist – Eisen-III-Phosphat, nur für Schnecken giftig, allerdings auch für die Häuschenschnecken … da ich die aber eh nie in den Gemüsebeeten seh, sondern eher auf der Wiese und im Gebüsch, hoffe ich mal, dass es die nicht allzusehr tangieren wird).

Letztes Jahr waren Schnecken ja nicht so ein Riesenproblem, da haben die immer so 1 von 5 Broccoli zerlegt (sollen sie halt), aber in den letzten Wochen waren es richtig eklig viele, vor allem auch an Pflanzen, die sie „eigentlich“ gar nicht fressen – die haben in die Ackerbohnenhülsen Löcher reingefressen, nur um festzustellen, dass die Bohnen ja ih-pfui sind >.< … die Bohnen waren dann natürlich trotzdem nicht mehr besonders schick.

Jedenfalls hab ich das Zeugs am Dienstag verteilt, erstmal nur in den Risikogebieten (Kohlpflanzen, Bohnen, Kürbisse), und am nächsten Tag hab ich schon kaum noch was von den Krümeln gesehen … ist jetzt schwer zu sagen, ob die Schnecken die gefressen haben oder sie einfach nur nach unten weggerutscht sind, aber Schnecken hab ich gestern und heute dann auch nur noch eine einzige gesehen (was natürlich genausogut an der Trockenheit liegen kann). Naja, werden ja sehen, wie das auf Dauer funktioniert; die kleinen Pastinaken sind jedenfalls alle noch ungefressen =)

Eisendünger für die arme verhungerte Heidelbeere (die Herma, die ich extra wieder ausgetopft hatte) hab ich bei der Gelegenheit auch endlich besorgt und ihr verabreicht; ich bild mir ein, auch schon etwas grünere Austriebe zu sehen.

Die Natur hat natürlich gleich am nächsten Tag zurückgeschlagen und mir folgendes neues Problem serviert:

Das ist eine von den Zuckerwurzen … hab mich gewundert, warum die so schief und welk aussah, wollte sie geraderücken und hatte das ganze Ding in der Hand – Wurzeln komplett weggefuttert und untendrunter ein riesen Loch. O.O

Für eine Wühlmaus kommt mir das Loch aber ein bisschen sehr groß vor (außerdem hab ich noch nie davon gehört, dass Wühlmäuse eine einzige Pflanze fressen und alle anderen in Ruhe lassen – zwei andere Zuckerwurzen, die direkt daneben standen, hab ich nämlich probehalber gleich mal ausgegraben und bei denen waren die Wurzeln völlig ok). Vielleicht eher ein Kollateralschaden, weil die Pflanze nun mal da stand, wo das Loch hinsollte?

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