15. Februar – Wintergartenfrühbeetvorfenster ist fertig!

Das neue Vorfenster-Frühbeet-Minigewächshaus-Regal-Anbau-Dings für unser Kellerfenster ist heute fertiggeworden:

Ich wollte vor dieses Fenster was dranbauen, weil das Fensterbrett schon jetzt ziemlich voll war; außerdem hat es da konstant 12°–13°, was zum Überwintern eigentlich ein bisschen zu viel ist (jedenfalls im Verhältnis zum vorhandenen Licht). Und die Perspektive, dort auch Pflanzen vorziehen zu können und zum Gießen dann nicht mal Schuhe anziehen zu müssen, fand ich außerordentlich attraktiv =)

Momentan sind die Temperaturverhältnisse nicht sehr aussagekräftig (laut Balkonthermometer sind’s draußen 10°, also kein großer Unterschied zum Kellerfensterbrett) – vorhin hab ich gemessen:

Keller Mitte: 15,6°
Keller Fensterbank: 13°
Vorfenster: 12°
Balkon: 10°

Der Temperaturunterschied zwischen Raum und Fensterbank im Keller war mir vorher nie so aufgefallen (ich hab das nur zufällig bemerkt, weil ich das Thermometer von der Fensterbank geräumt hab) – spricht ja aber dafür, dass der Raum via Fenster Wärme verliert, die er in Zukunft dann meinem Bauwerk spendieren wird =).

Hier die Entstehungsgeschichte, soweit ich sie dokumentiert hab:

28. Jänner – Der (ungefähre) Plan:

30. Jänner – Materialbeschaffung:

(Von diesen beiden Brettern/Balken hab ich dann natürlich genau garnix verwendet; wir sind stattdessen nochmal losgezogen Richtung Baumarkt und haben ein paar Dachlatten und zwei Kanthölzer 4×6 besorgt)

3. Februar:

Schraubzwingen, beste Hilfskräfte der Welt – jammern nicht rum, müssen nicht aufs Klo, geben keine schlauen Tipps =D

5. Februar:

7. Februar:

11. Februar:

Damit sich da die Kosten ein bisschen im Rahmen halten, hab ich nicht für jede Ecke die Original-Spezialprofile genommen (die sind ja in der Regel teurer als die Platten selber) – die Verbindungsprofile zwischen den Platten bestehen aus Holzleiste 1×1, altem Fahrradschlauch als Dichtung, und Tapetenleiste obendrauf; die Ecken sind ein einfaches Zinkprofil mit Fensterdichtung innendrin.

Das mit der Holzleiste war allerdings eher nervig, die ist sogar vorgebohrt (oben) noch gerissen:

Das Alutape sieht auch nicht besonders schick aus, weil das eigentlich für 16mm-Platten gedacht ist … deswegen guckt das da so weit raus (war halt vom Tomatendach noch übrig).

Halterchen für die Platten unten (ich hatte zwar schon ein paar überzählige Balkonkasten-Sturmsicherungen für diesen Job rekrutiert, aber im entscheidenden Moment nicht mehr gefunden):

Depperterweise hab ich vergessen, über das „dust tape“ (das Graue mit den Löchern drin, was auf die Unterkante der Platten kommt) rechtzeitig noch Alu zu kleben … hab ich dann ganz am Schluß gemacht (auf dem allerersten Foto grade so zu erkennen), wird ja hoffentlich trotzdem besser als nix sein.

15. Februar – Finale:

Erstmal aufgehängt (das ist an der Außenwand mit je zwei Stockschrauben befestigt, von innen werden dann Flügelmuttern draufgedreht – so kann mans dann jederzeit wieder abnehmen, wir wollen das ja nur im Winterhalbjahr nutzen)

Dann von innen Dämmung und Boden reingelegt (unten außen ist das mit zwei überzähligen Ikea-Küchenunterschrankrückwänden verkleidet, i.e. lackierter Pappe, die aber ausreicht, um das bisschen Dämmung zu tragen – die Bodenbretter selbst liegen auf dem Holzrahmen auf); zwei kleine Innenböden sind sich aus dem Verschnitt der Stegplatten noch genau ausgegangen, den Rest bau ich dann nach Bedarf ein.

An der Außenwand kommt obendrüber noch eine Abdichtung, die ich aus ner Leiste und einem Stück Teichfolie bauen will – ein normales Wandanschlußprofil würde für sowas nicht gut funktionieren, weil man dann ja den Deckel nicht mehr aufklappen könnte. Ansonsten ist zwischen Rahmen und Wand rundherum Kompressionsband verklebt, angeblich ist das auch schlagregendicht, für die Oberkante ist mir das aber zu wenig.

Eingeweiht hab ich’s dann natürlich auch gleich:

In den beiden roten Töpfen sind Säzwiebeln (Zittauer Gelbe), im vorderen Topf Schnittsalat; in dem Topf in der Küche, auf dem „Blattkünstler“ steht, ist außerdem Knollenfenchel (Fino).

Nachtrag – am nächsten Tag haben wir noch den zusätzlichen Wetterschutz rangedengelt:

Ist jetzt doch nur 0,5mm-Teichfolie geworden (von der dicken hatte ich kein lang genugges Stück mehr) – wenn das nicht formstabil genug sein sollte, kann mans aber immer noch austauschen, das ist ja nicht verklebt oder so.

Die Lichtausbeute im Vorfenster ist auf jeden Fall schon sehr viel besser als im Fenster – die Paprikanten wachsen da drin jetzt kerzengerade; am Fenster (auch oben in der Küche und am früheren Riesen-Südfenster) haben die sich immer zum Licht hingedreht.

Die roten Paprika im Ingwertopf sind inzwischen übrigens gekommen; der Ingwer selber hat auch schon einen vielversprechenden Wachstumsdippel (da rechts in der Mitte):

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